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Liebe Weidgenossinnen und Weidgenossen,

im Juli dieses Jahres wurde die Jagdzeitenverordnung MV geändert und veröffentlicht. Dabei kam es leider zu einem gefährlichen Fehler der nun am 02.08.2011 berichtigt wurde. Ich verweise dazu auf die "Verordnung zur Änderung von Jagdzeiten - Berichtigung- ". Die Jagdzeit für Damwild- Kälber und Schmalspießer ist also wie folgt festgelegt:

Damwild-Kälber                 vom 1. September bis zum 31. Januar
Damwild-Schmalspießer     vom 1. August bis zum 31. Januar

Eine übersichtliche Aufstellung ist hinterlegt. Zur Jagdzeit des Kormorans bitte die Kormoranverordnung beachten.

Die wichtigste Änderung ist das Verbot der Treib- und Drückjagd in der Zeit vom 1. Januar bis 31.Juli.

Eine weitere Änderung betrifft die Bejagung an Unter- und Überführungen von Autobahnen und Kraftfahrstraßen, die zum Wechseln von Wild bestimmt sind. Es ist kein zwingender Abstand von 400 m mehr einzuhalten.

Ralf Leist (RA)

 

 

Auch an dieser Stelle noch einmal der Link zum Artikel aus "Unsere Jagd" zur Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz. Die Bereitstellung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift "Unsere Jagd".

Hier noch einmal der Link zur Mustersatzung Wildschadensausgleichskasse.

 

Nachricht der obersten Jagdbehörde M/V zum Drück- und Treibjagdverbot

Sehr geehrte Frau Ebel, sehr geehrter Herr Voigt,

für Ihre Anfrage über die Zulässigkeit verschiedener Jagdarten ab dem 1. Januar in Mecklenburg-Vorpommern bedanke mich und teile Ihnen hierzu meine Auffassung wie folgt mit:

Gemäß § 3 Absatz 1 Nummer 7 der Jagdzeitenverordnung vom 14. November 2008 (GVOBl. M-V S. 445; OVGE GVOBl. M-V 2010 S. 453), die durch die Verordnung vom 20. Juni 2011 (GVOBl. M-V S. 440, 868) geändert worden ist, ist es verboten, in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Juli in Form der Treib- oder Drückjagd die Jagd auszuüben. Gemäß § 3 Absatz 3 der Jagdzeitenverordnung kann die oberste Jagdbehörde aus Gründen der Wildseuchenbekämpfung, der Landeskultur, der Wahrung der Interessen der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft sowie der Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege, zu wissenschaftlichen, Lehr- und Forschungszwecken oder bei Störungen des biologischen Gleichgewichtes Ausnahmen von den Verboten des Absatzes 1 zulassen.
 
Mangels einer eindeutigen Definition über eine Anzahl von Beteiligten (Schützen und /oder Treiber) bei der Durchführung einer Drück- oder Treibjagd im Bundesjagdgesetz oder im Landesjagdgesetz M-V bezieht sich der Verordnungsgeber bei der Verwendung der Begriffe Drückjagd und Treibjagd auf den Charakter dieser Jagdarten, die beide zu der Jagdartengruppe der Bewegungsjagden zählen. Es handelt sich dabei um Jagdarten  mit mehreren Jägern unter Einsatz von Treibern und Hunden, wobei das Wild durch Durchgehen rege gemacht und zum Verlassen der Deckung veranlasst wird.  Das wesentliche Merkmal ist das Durchgehen bzw. Treiben der Treiber.

Andere Jagdarten auf Schalenwild, wie Gruppenansitze, die Saujagd (Finderjagd) oder die Stöberjagd (eine Jagd, bei der sich mehrere Schützen vor einer Dickung  oder am Schilf anstellen, den Hund in der Dickung stöbern lassen  und das von diesem aufgestöbert Wild erlegen)  werden von dem vorgenannten Drück- oder Treibjagdverbot nicht erfasst.

Die vorg. Definition erfolgte in Anlehnung  an das Große Kosmos Jagdlexikon, 2004, Franckh-Kosmos Verlags GmbH u. Co., Stuttgart

Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

Martin Rackwitz
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Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz
Mecklenburg-Vorpommern
Referat 211, Oberste Jagdbehörde
19048 Schwerin
Tel: 0385 588 6216
Fax: 0385 588 6637