Naturschutz

Naturschutz

Obmann: Peter Heiden

 

23. Sanitzer Frühjahrsputz
 

Am 30.4. 2022 trafen sich die Mitglieder des Hegerings Sanitz-Tessin um gemeinsam mit Anwohner aus der Gemeinde Sanitz, Müll zu sammeln, der leider noch allzu oft einfach in der Umwelt entsorgt wird. Schwerpunkte waren auch dieses Jahr wieder die Rad-und Wanderwege rund um die Gemeinde Sanitz. Erfreulich ist, dass dieses Jahr die gesamte Menge an Müll gegenüber den Vorjahren abgenommen hat. Leider gibt es immer noch viel zu viel an illegal entsorgtem Hausrat. Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern vom Hegering Sanitz-Tessin und bei den Anwohnern der Gemeinde Sanitz die mitgeholfen haben.

Aktiver Naturschutz durch Baumpflanzung


Am 02. April war es so weit, es wurde Zeit die über den Landesjagdverband im Oktober 2021 beschafften Pflanzen an ihrem Bestimmungort zu pflanzen.

Um 09:30Uhr bei recht frischem Wind trafen sich Mitglieder unseres Hegeringes in Groß Freienholz zur der Pflanzaktion. Auch Familienmitglieder jung wie alt halfen gerne mit.

Zuerst wurden die Pflanzen aus ihrem Überwinterungsplatz geholt und in Eimern auf den Anhänger gestellt. Im Anschluss wurden sie dann von den einzelnen Gruppen in das mittels Pfluges vorbereitete Pflanzbett gesetzt.  Die Auswahl von Eberesche, Wildapfel, Wildbirne, Schlehe sowie Weißdorn sorgt in den kommenden Jahren mit Sicherheit für eine bunte Heimat für vielerlei Niederwild und Vögel.

Nach dem vollbrachten Tagwerk hieß es dann ab an den Grill und die Getränke. Hier wurde dann noch lange über jagdliche und andere Themen debattiert.

Alle Teilnehmer waren mit der Pflanzaktion sehr zufrieden und freuen sich darauf im nächsten Jahr erneut in unserem Hegering eine Heimat für verschiedenste Tierarten zu erschaffen.

So geht aktiver Naturschutz!

Ich bin ein Star- Bau mir ein Haus!

 

Ganz nach dem Motto bauten die Kinder der Gruppe „Waldschlümpfe“ des DRK Kindergarten „Schlumpfenland“ in Sanitz am 08.03.2019 gemeinsam mit dem Obmann für Umwelt- und Naturschutz Peter Heiden und dem Schriftführer Marko Seelig Nistkästen. Sie konnten so einen wichtigen Beitrag für unsere Natur leisten. Da natürliche Höhlen immer seltener werden, können je nach Lochgröße den verschiedensten Vögeln so ein Zuhause geben werden. Die Kinder konnten ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen und das Gelernte über den Naturschutz mit Spaß verbinden! Das Holz für die Nistkästen wurde vom Waidgenossen Rüdiger Ahrens gesponsert.

Wölfe und Kitze

Wölfe und Kitze

Diese doch nicht unbedingt von Jägern gerne gesehene Konstellation war die Thematik beim Vortragsabend des Hegeringes am 16.11.2021 in den Räumen der Jagdschule Sanitz. Allerdings aufgeteilt in 2 Themenblöcke.

Zu Beginn berichtete der Wolfsbeauftragte des LFOA Billenhagen, Revierförster Jens Gonnermann, über die aktuelle Wolfssituation in unserer Region. Da es doch sehr widersprüchliche Informationen über Anzahl und Streifbereiche der Wölfe gibt, hatte ich Ihn gebeten, einmal die Hegeringmitglieder zu informieren.

Der Vortrag gliederte sich in die Bereiche, welche Klassifizierung es bei der Meldung von Wölfen gibt. Hierbei ist die Stufe C1 die sicherste Methode der Bestätigung eines Wolfes. Da es bei uns erwiesenermaßen Wölfe gibt, ist es jetzt wichtig Material zu erhalten, um genetische Bestimmungen durchzuführen. Hierzu zählen z.B. Totfunde von Wölfen, frische Risse oder Losung (beides möglichst nicht älter als 24 Std.). Anhand dieser Informationen kann dann eine weitere Zuordnung von Territorien oder Rudeln durchgeführt werden.

Momentan gibt es gesicherte Informationen für 11 Wölfe in unserem Bereich.

Weitere Informationen können z.B. auf der Internetseite, Wolf M-V.de eingesehen werden.

Im Anschluss an diesen sehr guten Vortrag, erläuterte der Wdg. Ralf Leist noch die rechtliche Würdigung des Amtsgerichts Potsdam, bez. der Erlegung eines Wolfes durch einen niederländischen Jäger bei einer Drückjagd.

Wie bekannt sein dürfte wurde der Jäger freigesprochen, auch wenn noch eine Revision läuft.

Die Begründung für den Freispruch war das der Jäger im Notstand gehandelt hat. DIES IST ABER KEIN FREIFAHRTSCHEIN FÜR JÄGER. Denn der Umstand des Notstands muss ganz klar belegbar sein bei Gericht. Das heißt alle Möglichkeiten die Erlegung zu vermeiden müssen ausgeschöpft worden sein! Das bedeutet z.B. mit den Armen wedeln, Rufen, mit Stöcken oder Steinen werfen, oder einen Warnschuss abzugeben. Siehe auch WhatsApp Nachricht von Ralf in der Hegeringgruppe vom 16.11.2021.

Also lasst bitte Vorsicht walten in so einer Situation. Auch wenn es mir als Hundeführer schwer fällt dies zu sagen.

Im zweiten Teil berichtete der Wdg. Frank Zirzow dann über die Möglichkeiten der Kitzrettung mittels Drohnen. Er nahm hierfür ein einer eintägigen Weiterbildung durch den LJV in Damm teil. Er stellte die verschiedenen Sucharten sowie das gängigste Drohnenmodell vor. Weiterhin wies er auch auf die Verpflichtung zum Schutz des Wildes (nicht nur Kitze sind ja betroffen) durch die Landwirte hin.

Da die Förderung für die Drohnenbeschaffung im Moment nicht stattfindet, möchte ich über dieses Thema auf der Jahreshauptversammlung sprechen. Eventuell liegen dann neue Infos bez. Förderung etc. vor.

 

Uwe de Lahr, Hegeringleiter